Schwarz, schwarz, schwarz, sind alle meine Kleider…

Nicht wenige Leute schütteln den Kopf, wenn die Braut kein weißes Kleid trägt – schließlich ist das Tradition! Tatsächlich hat sich der „Traum in Weiß“ aber erst während des 19. Jahrhunderts durchgesetzt.

Die Geschichte des schwarzen Kleides
Im 16. Jahrhundert kam das schwarze Kleid, beeinflusst vom spanischen Hof, nach Deutschland und wurde von allen Schichten der Gesellschaft getragen. Es war praktischer in der Reinigung und konnte auch nach der Hochzeit noch zu festlichen Anlässen getragen werden.
Teilweise wurde ein Schwarzes Brautkleid jedoch auch unfreiwillig getragen. Noch um 1950 durften schwangere Bräute nicht in Weiß heiraten, da diese Farbe für Reinheit und Jungfräulichkeit steht. Da dies meist sichtbar nicht mehr zutraf, musste ein schwarzes Kleid getragen werden. Auch ein Sterbefall kurz vor der Hochzeit begründet noch heute die Wahl eines schwarzen Brautkleides.

Modevielfalt der Moderne
Heutzutage ist ein weißes Kleid üblich, wird aber nicht vorausgesetzt. Immer öfter werden rote, blau und auch schwarze Kleider vor dem Altar erblickt. Vor allem Bräute der Gothicszene orientieren sich an dunklen Farben, aber auch historische Hochzeiten werden teilweise in schwarz gehalten. Im Internet oder in speziellen Brautmodengeschäften können schwarze Kleider aller Art erworben werden.

Schlussendlich gilt jedoch eins für alle Bräute gleichermaßen: am großen Tag werden sie am hellsten strahlen, egal ob in weiß, rot – oder schwarz.