ACTA: Und sie geben sich alle Mühe!
Veröffentlicht von kimme
Ach und bei dieser Gelegenheit möchte ich kurz auf ACTA zu sprechen kommen. Haben vermutlich nur die Wenigsten mitbekommen, aber es gibt Verhandlungen verschiedener Länder- und Wirtschaftsvertreter unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Gut, soweit erstmal keine bahnbrechende Neuigkeit. Diese spezielle gewinnt aber ihrer Dimension wegen an Bedeutung.
Stellt euch vor Vertreter verschiedener Nationen (darunter Industrieländer, wie auch eben nicht solche) sitzen mit Lobbyistenseit fast 3 Jahren(!) zusammen und besprechen, wie sich “Internetpiraterie” am besten in den Griff bekommen lässt.
Das Schmankerl an der Sache ist: Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Journalisten haben keinen Zutritt und die Öffentlichkeit wird nichteinmal mit gefilterten Informationen ruhig gestellt. Es gibt schlicht und ergreifend nichts ruhig zu stellen, denn es kriegt ja niemand mit.
Dort werden verschiedene Dinge besprochen, darunter Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit, nach möglichkeit genormte strafrechtliche Aspekte und die Ausarbeitung neuer grundlegend neuer Gesetze zur Handhabung von geistigem Eigentum. Jetzt könnt ihr euch vorstellen wie endnutzerorientiert sich das Ganze gestalten wird. 3-Strike, wie in Frankreich, wird neben den Ergebnissen dieser Verhandlungen, wie eine Streicheleinheit wirken.
Soweit ist das natürlich erstmal in höchstem Maße undemokratisch und alles andere als zukunftsorientiert, aber es wundert mich jetzt nicht unbedingt. Zum einen hat gerade die Medienindustrie in der Vergangenheit nicht gerade mit Innovation geglänzt und zum anderen alles daran gesetzt an ganz offensichtlich nicht mehr funktionierenden Geschäftsmodellen festzuhalten.Was mich allerdings wirklich wundert, ist dass Länger wie Marokko und Mexiko auf genau dieses untergehende Schiff noch mitaufgestiefen sind. Gerade Marokko könnte von einer freien Verwertung von Wissen in höchstem Maße profitieren. Aber die Möglichkeit relativ schnell, relativ schnell vergänglichen Wohlstand zu erhaschen scheint auf den 1. Blick (für einen 2. hat’s wohl nicht gereicht…) offensichtlich attraktiver.
Diese Welt soll doch mal jemand verstehen.
Sind die noch zu retten?
Veröffentlicht von kimme
scheint eine absolut berechtigte Frage zu sein. Werft’ mal einen Blick ins FDP-Forum.
Schonmal was vom kalten Kotzen gehört? Ich glaub mir wird schlecht.
K.
Mit Pepperballs auf Chaoten feuern
Veröffentlicht von kimme
Eigentlich wollte ich das nur kurz twittern, bzw ins Facebook setzen. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich doch noch den einen oder anderen Satz dazu loswerden möchte.
Ich las heute auf Indymedia und Gulli parallel über den möglichen Einsatz von sog. “Pepperballguns” bei der kommenden Nazi/Gegendemo in Dresden.
Jetzt ist weder Gulli noch Indy das seriöseste Infoportal, es scheint aber dennoch zu stimmen: Da wird ein Gesetz erlassen, das “nicht veröffentlicht wird” und eine Waffe bestellt, um auf „bewaffnete, gewalttätige oder aggressive Personen“ zu schießen. Bullenstaat Destruktiv-Debatte hin oder her, aber wie weit sind wir denn schon gekommen?
Überhaupt nur in Erwähgung zu ziehen mit einer Schusswaffe auf irgendwen zu schießen (Von drastischen Fällen von Notwehr mal abgesehen – da kann ich mir kein Urteil erlauben) halte ich schon für äußerst grenzwertig, aber das dann noch nichtmal freiwillig publik zu machen, lässt ein ungutes Bauchgefühl in mir entstehen.
Unabhängig davon auf wen oder aus welchem präventivem Grund geschossen wird: Ich halte das für krank und verabscheuungswürdig.
Ich möchte mal näher auf das Zitat „bewaffnete, gewalttätige oder aggressive Personen“ eingehen.
Für mich stellt sich die Frage nach der Definition dieser Adjektive. Jeder, der schon einmal auf einer linksradikalen oder einer Demo, eines ähnlichen, sympathisierenden Spektrums war, weiß, dass Begriffe wie “bewaffnet, gewalttätig oder aggressiv” von Seiten der Demonstranten, wie auch der, der Polizei äußerst schwammig sein können. Aber davon mal ab, ist mir nicht klar, weshalb Aggressivität als Indikator für einen Waffeneinsatz verstanden wird.
Denn natürlich werden die Demonstranten auch aggressiv sein. Sie sind angepisst. Deswegen demonstrieren sie ja…
Zum einen ist Wut eine Emotion, wie jede andere. Sie gehört zum menschlichen Empfinden und ist m.E. zunächst mal absolut legitim. Zum anderen ist so eine Demonstration unter Umständen sehr emotionsgeladen. Speziell in politischen Themen, wie Rechtsextrimismus.
Bildungsstreik? Total überbewertet!
Veröffentlicht von kimme
Interessanter Beitrag auf RP Online zum Umgang mit streikenden Schülern.
Genau! Demokratische Grundrechte wie Streiks sollte man abschaffen und das auch mit Polizeigewalt durchsetzen!
Gebildeter, eigenverantwortlicher Nachwuchs? Demokratie? Meinungsfreiheit? Pff… Wer braucht das schon?
Wir haben doch das Merkel – Die macht schon, dass alles wieder gut wird.
Aus alt mach neu
Veröffentlicht von kimme
**** Leider wurde das Bild gelöscht. Offenbar mag die CDU keine Satire. ****
via Netzpolitk.org
Es gibt Momente…
Veröffentlicht von kimme
in denen ich glaube, dass ich diesen ganzen Scheiß nichtmehr ertragen kann. Ja, dies ist ein gewohnt dekadent, arroganter Blogeintrag auf KIMMEspricht.com.
Die bodenlose Dummheit und das ekelhafte Desinteresse an wirklich interessanten, wichtigen und qualitativ guten Dingen, der Menscheit widert mich an. Wieso gewährt man irgendwelchen C-Promis jeden Versuch ihre scheiß Fressen in jede bekackte Kamera zu halten? Wieso gibt es unzählige, abertausende Menschen in Deutschland die Jürgen Drews feiern, die so laut sie können “FINGER IM PO – MEXIKO” schreien, die betrübte, trotzdem geschminkte und mit der Schweinegrippe infizierte Wixer morgends in der Bildzeitung sehen wollen, die einmal oder mehrfach im Jahr nach Mallorca fahren, um “ordentlich einen drauf zu machen”, die Unfug wie EXCLUSIV oder TAFF gucken wollen, Ed-Hardy Klamotten anziehen, sowie sonst jedem Trend hinterher laufen, die auf die wirklich Probleme unserer Welt, bzw. Nation scheißen, es nichtmal wissen oder wissen wollen und Babara Salesch für eine Mensch-gewordene Gottheit halten, die die Wahrheit und nichts als die Wahrheit spricht, so wahr mir Stefan Raab helfe.
Fernsehmacher dieser Nation
Geheiligt sei eure Lobby
Wir sind eure Untergebenen
Wir verdummen gerne
Euer Wille geschehe
Was uns betrifft, so wie auch unsere Kinder
Und vergebt uns das Zapping bei Werbung und den unwissentlichen Nicht-Konsum
Wir gehorchen gerne
Schenkt uns die Illusion und noch mehr materielle Güter
Erlöst uns von unserem Geist und unseren freien Gedanken
Denn Euer ist unser Geld
Und unsere Intelligenz
Und unsere Kinder
In Ewigkeit
Amen
An euch, euch Dumpfbacken, euch Einzeller, euch beschränke Idioten, ignorante Rassisten, patriotische Feierwütige, euch desinteressierte, aber engangierte Mitglieder dieser Ellenbogengesellschaft, an euch alle aus meinem tiefsten Inneren: Fuck you!
Falls KIMMEspricht.com bald…
Veröffentlicht von kimme
…nicht mehr erreichbar ist, wundert euch bitte nicht. Schließlich ist KIMMEspricht.com populistische Meinungsmache. Eigentlich ist das ja was gutes, das findet offensichtlich auch die Bindesregierung. Leider ist das hier aber anti-glaube-das-was-dir-die-Obrigkeit-sagt-Populismus.
Und das widerrum findet der deutsche Staat erfahrungsgemäß gar nicht komisch. Deshalb gibt es jetzt lustige rote Stoppschilder für das ‘deutsche’ Internet. Web 3.0 sieht dann so, oder zumindest so ähnlich aus:

Zensursula macht’s möglich.
“Musikindustrie will das Internet EU-weit filtern”
Veröffentlicht von kimme
via SPIEGELonline:
Auszug:
Plattenfirmen wollen 2008 zum Jahr der Internet-Kontrolle machen: Provider sollen den Datenverkehr ihrer Kunden überwachen, die Übertragung von Musikdateien blockieren und Web-Seiten sperren. [...]
Man kann eben nicht einfach eine Zensur im Internet einführen wollen und dann denken, es habe sich mit dem Ausblenden von Kinderpornos erledigt. Nach Kinderporno- und Warezzensur kommt man dann vermutlich bald auch nichtmehr auf die Internetseiten der Oppostion. Klar Zensur ist ja auch viel einfach als Bildung.
Der ganze, beschämende Artikel, der ja wahrscheinlich bald wieder aktuell ist, ist hier zu lesen: SPIEGEL.de
Backstreet’s back, alright
Veröffentlicht von kimme
Da ich ja in meiner neuen Wohnung kein TV-Anschluss habe (und diesen auch nicht vermisse), entgeht mir ja Gott sei Dank schon sehr viel Scheißdreck. Man muss das ganze als Medienfilte betrachten. Keinen TV zu haben bedeutet, dass Dich 60% des ganzen unsäglichen Schwachsinns garnicht erst erreicht. Ich kann das nur jedem empfehlen!
Die restlichen 40% gänzlich zu ignorieren gelingt dann aber doch nicht immer zumal MySpace mittlerweile sein Bestes gibt mir blinkende, schrille Werbung um die Ohren zu klatschen, wo es nur geht. Und so kam es, dass ich unfreiwilliger Weise mit The Baseballs konfronitiert wurde.
The Baseballs sind wohl sowas wie The Bosshoss des Rockabilly. Das Konzept ist so alt und einfach wie erfolgreich. Warner dachte sich “Wir brauchen dringend ne neue Boyband”. Also haben sich die Plattenbosse drei junge Hüpfer mit Bartwuchs rausgesucht und ihnen Harrington Jacken, Tollen und Koteletten verpasst.
Jetzt war natürlich klar, das wir aus den 90ern schon mehr als raus sind und Bands a la Backstreet Boys und N*Sync keine Chance mehr auf großen Erfolg haben (siehe unzählige klägliche Versuche der letzten Jahre: Be Four, O-Zone, O-Town und wie sie alle heißen…) Pop ist einfach out.
Aber alles was Alternativ ist oder scheint ist in. H&M verkauft Motörhead Shirts und Chucks kosten wieder 60€. Also lässt man die jungen jetzt Rockabilly machen. Sie covern Umbrella oder
Angels von Robbie Williams und andere “echte Klassiker”, Warner presst das auf CD, macht mit Photoshop ein Boulesque Cover und verhökert die Platte an die Großhändler. Vergleichsweise ‘günstig’ natürlich.
Und die “Band”? Ja, die klappert jetzt alle ‘großen’ Stationen ab. The Dome, ZDF Fernsehgarten, wahrscheinlich auch Bravo TV und natürlich: MTV.
Genau an diesem Punkt kann ich meinen Unmut einfach nicht für mich behalten. Was zum Teufel soll das? Kein Mensch der Radio, Bravo CDs oder sowas hört, hätte sich vorher eine Rockabilly CD gekauft. KEIN MENSCH. Jetzt aber werden diese Jungs einen echten Hit landen und es wird sicher ein 2. Album geben. Das sage ich vorraus.
Eigentlich hab ich ja aufgehört mich über sowas aufzuregen, aber es nervt mich langsam wieder, dass es überhaupt keine Regeln mehr gibt. Keine Grenzen mehr eingehalten werden. Da wird alles, was nach Geld riecht bis aufs peinlichste ausgeschlachtet. Denen 3 Jungs kann ich nichtmal einen Vorwurf machen, Warner hat bestimmt mit Geld gewunken und nicht unbedingt offenslichtlich mit dem Knebelvertrag, den sie aber dennoch mit Sicherheit unterschrieben haben. Im Grunde tun mir diese 3 Jungs sogar leid.
Und die Musikindustrie beschwert sich über schlechte Absätze. Das halte ich für törricht. Sicher sind die Leecher nicht unschuldig daran, aber in erster Linie sollte man sich fragen, wieso Musik denn keinen Wert mehr hat? Wenn die Majorlabels mal anfang würden ein bisschen mehr in die Zukunft zu planen und auf längerfristige Verträge und somit weniger intensiven Werbekosten konzentrieren würde, anstatt schnellebigen, total belanglosen Müll auf den Markt zu werfen, sähe die aktuelle Situation anders aus. Tonträger sind teuer und ich würde mein Geld auch nicht für einen solchen Schund aus dem Fenster werfen.
