Beach Boys – Feel Flows
Veröffentlicht von kimme
Manchmal kann ich nicht einschlafen, weil mir so viele Dinge durch den Kopf gehen. So, wie heute Abend. Dann lege ich gerne irgendwas softes auf und schwelge in Melancholie. Da ich die entsprechende Platte nicht, aber Bock auf den Song habe, bietet sich YouTube an.
Heute Abend, gerade in diesem Fall trifft es die Beach Boys. Während der ersten paar Zeilen spielen sich in meinem Hirn all zu schöne Szenen ab, vllt. geht es euch ja ähnlich.
Schlaft gut.
The Beatles – Strawberry Fields Forever
Veröffentlicht von kimme
Das vielleicht beste Musikvideo aller Zeiten. Und gleichzeitig der Beweis dafür, dass die Beatles eine der großartigsten Bands des Planetens waren. Tatsache ist auch, dass diesen Song, millionen “spießiger” (mittlerweile-)CDU-Wähler abfeiern, als wäre es keine Hommage an den Drogenkonsum. Das sind so Momente, in denen ich feststelle, dass die Welt eigentlich ziemlich fantastisch ist.
Guten Abend
Euer Let me take you down, cause I’m going to…
Kauf!Kauf!
Veröffentlicht von kimme

Die neue Genepool ist draußen. Endlich. Lauf!Lauf! übertrifft meine Erwartungen mehr als nur ein bisschen. Nachdem Sendung/Signale mir persönlich etwas zu poppig war, treibt mir die neue Platte echt Tränen in die Augen. Vor Freude wohlgemerkt. Denn Genepools ‘Everything Goes In Circles’ ist ein wirklich, wirklich gutes Punkrock-Album. Nun denn, offenbar hat der Band ihr Besetzungswechsel sehr gut getan.
Obwohl man von den zwei Drummern auf der Platte jetzt nichts hört, kickt Lauf!Lauf! echt von der ersten bis zur letzten Nummer. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger durchgehend flott und wie schon angedeutet, wieder leicht düster – was dem Album einen echten Charm verpasst. Den Genepoolcharm, eben.
Wer jetzt denkt, es handle sich hier um ein schlichtes Punkrockbrett hat recht. Lediglich das Wort schlicht ist in diesem Zusammenhang vllt. etwas deplatziert. Sicherlich, die Platte geht nach vorne, aber sie ist alles andere als eintönig. Die Band hat sich hier offenbar richtig ins Zeug gelegt. Zwischen Punk und Wave lässt sich die Abwechslung fast schon bildlich sehen. Die vielleicht besten Arrangements, Frauenbackings, hier und da mal ein paar Bläser. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, aber Genepool hat einfach gut Arbeit geleistet und ich bin ehrlich froh drum. Obwohl die Vorgängerplatte möglicherweise etwas anderes gesagt hat: Alte Männer können rocken, und zwar wie die Sau!
L.U.N.A., Fell Of A Donkey und I Shot Myself gehören für mich zu den Highlights, wenn man überhaupt so frech sein darf, und diesem Album unterstellt, es habe Tief’s. Denn im Grunde hat es keine. Viel Punk und ordentlich Wave dazu. Echte Melodien, raue Ohrwürmer. Ein ganzes Album davon. Knappe, aber extrem saftige 38 Minuten Spielzeit.
Eigentlich versuche ich mich vom Superlativ zu lösen, aber diese Scheibe macht es mir nicht einfach.
Die Produktion kann sich wiedermal sehen lassen, da haben die beiden Geheimuntergrundstudiogroßmeister Lucas und Schenk gute, gute, sehr gute Arbeit geleistet. Ordentlich Druck dahinter.
Aber da gabs sowieso noch nie was zu meckern, ich erwähne es also nur der Vollständigkeit halber.
Lauf!Lauf! sei allen ans Herz gelegt, die Bock auf Punkrock haben, wie er in den 90ern mal in war, allen die Lust auf abwechslungsreiche, flotte, absolut tanzbare Wavemucke haben, allen, die auf Sendung/Signale ein bisschen den Punk vermisst haben, allen, die eines der Top Platten des Jahres haben wollen, allen Vinylfans, die mal wieder frisches, weißes Vinyl im Schrank haben wollen, ach, was red’ ich… geht raus und kauft euch den Scheiß, es lohnt sich. Kauf!Kauf!
Smoke Blow: The Record is coming!
Veröffentlicht von kimme
Ein Roboter aus Ghettoblastern, mit einem kolossalen Ghettoblasterschwanz zierte 2008 das – so die Band- kolossale Album “Colossus”. Welche Band spuckt sich auf der Bühne an, hütet in ihrer Freizeit die Kinder anderer Leute, prollt mit güldenen Antennen und singt mehr oder weniger fröhlich Nonsense-Texte? Nein, die Rede ist nicht von [beliebige Trottel hier einsetzen], sondern von den kielern Vorzeigeassis Smoke Blow.

Nach vier großartigen LP’s muss der Leitgedanke der neuen Platte in etwa dem Motto der drei nervigen, rappenden Weiberatzen Tic Tac Toe geglichen haben. Ist der Ruf erst ruiniert… Und so kam Colossus auf den Markt. Mit einem Plattencover, das schon wieder cool ist, und: zwei deutschsprachigen Songs. Jetzt argumentieren SB-Gegner mit dem miserablen Nenglish (Nordsee English) Lettens. ABER: Gerade der perverse Akzent funktioniert ein bisschen so wie Makeup. Hässliche Visagen, werden durch das Geschminke auch nicht schöner.
Und Smoke Blow sind hässlich. Sie sind assozial und hässlich und das ist auch gut so.
Jetzt, beinahe unbemerkt, listet Amazon THE RECORD. Ja, so garnix hat man mitbekommen. Eben erfuhr ich von Chris, dass sich was tut. Und es ist wohl wirklich wahr: Am 05.Februar diesen Jahres erscheint die vielleicht letzte Platte dieser Band. Ja, die letzte. Letten ließ in einem Visionsinterview zur letzten Platte (2008) verlauten, dass Smoke Blow nach dem kommenden Album vielleicht trennen wird. Er ließ auch verlauten, dass man sich gut vorstellen könne eine komplett deutschsprachige Platte zu machen. Allein der Albumtitel des jetzt im Februar erscheinenden Werkes lässt aber anderes vermuten. THE RECORD. Klingt echt auch schon ein bisschen kolossal. Vielleicht ist das ja gewollt. Vielleicht bilde ichs mir aber auch nur ein. Zwei Songtitel wurden schonmal genannt: Broken Bonds Of Friendship und Transylvanian Frost.
Alle, die auf ihrer Plattenjadg weniger Glück hatten als ich und kein Exemplar von Altamont Speedway Massacre mehr ergattern konnten, dürfen sich über die Doppel-CD Ausgabe derneuen Platte freuen. Die Bonus CD enthält nämlich die rauen Songs dieser großartigen EP.

Die Band hält sich mit weiteren Infos bedeckt, es ist die Rede von einer Tour und im Smoke Blow MySpace Blog werden Phrasen verwendet wie: Kreise schließen sich. Die Spekulanten unter euch können sich jetzt den Kopf zerbrechen.
Desweiteren schreibt die Band:
Produziert haben wir das gute Stück mit freundlicher Unterstützung von Tom Schwoll (Jingo De Lunch) in Berlin, gemixt hat Alex Newport (At The Drive-In, Fudge Tunnel, The Locust) in New York und fürs Mastering machten wir uns auf zu Jacob Hansen (Volbeat, Heaven Shall Burn) nach Ribe, Dänemark. Weltenbummler, siehe Hardy Krüger!
Ich habe der Band eben ein paar Fragen gestellt, in der Hoffnung auf Antwort. Werde hier natürlich weiteres posten, sobald ich bescheid weiß.

Them Crooked Vultures
Veröffentlicht von kimme

Eine gewisse Erwartungshaltung war schon da. So ist es eben, wenn man erfährt, dass sich drei grandiose Musiker zusammen tun, um ein Album zu schreiben. Sich im Vorfeld möglichst nicht zu viel freuen, um dann im Augenbild der Wahrheit möglichst neutral an die Sache heranzugehen fällt sehr, sehr schwer und gelingt mir vermutlich nicht zu 100%.
Eben gerade, vor etwa einer Stunde habe ich vorischtig die Folie des Gatefolds geöffnet, um einen Blick in das Innere zu werfen. Nachdem ich die Platte im Moment gerade das 2. Mal durchläuft kann ich schonmal sagen: Es ist ein gutes Album. Ja, das ist es. Nicht unbedingt eingängig, aber eindringlich. Es klingt echt.
Es klingt so, als hätten Josh, John und Dave einfach Lust gehabt ein Album zu machen.
Die Einflüsse aller drei Musiker sind deutlich hörbar. Wer jetzt allerdings mit einem neuen QOTSA Album rechnet, wird (zu recht) vollkommen enttäuscht sein. Sicher, man hört Josh an der Gitarre und auch Grohl an den Drums, die Symbiose der drei klingt aber wesentlich breiter und vor allem anders! Grohl treibt die Songs, nimmt das Tempo, musiziert auf seinen Trommeln. Jones spielt extrem dynamische Basslines, die zusammen mit der Gitarre zu einem Sound vermischen, der mir in dieser Form neu erscheint – wenngleich das vielleicht eine echt subjektive Aussage ist.
Im Ganzen ist die Platte ziemlich ein Mix aus experimentellem Spiel und Einbinden von Effekten und verschiedenen Instrumenten und doch klingt sie zeitweise altbacken, was in keinster weise despektierlich gemeint ist. Einflüsse aus Filmen oder anderen Bands sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen, wie Songtitel und Lyrics dar legen. Vor Allem der von Jesse Hughes’ geliehene Part “I don’t need a reason, baby…” ist wohl als Hommage zu verstehen.
Cosmic Egg
Veröffentlicht von kimme
Die neue Wolfmother ist draußen! Ich hab schon gar nichtmehr dran gedacht, da hat mir Dominik die Platte in die Hand gedrückt. Erfreulich!
Ich möchte hier mal ein paar Worte zu “Cosmic Egg” verlieren.

Nachdem Stockdale seine beiden Spezis rausgeworfen hat, um unter dem selben Bandnamen eine neue Platte aufzunehmen, gab es genug Grund zur Skepsis. Interessanterweise stelle ich jetzt beim Hören fest, dass Cosmic Egg ein sehr rundes, vllt. noch ausgefeilteres Werk als sein Vorgänger ist.
Wie ich an dieser Stelle schon einmal erwähnt habe handelt es sich bei den aktuellen Songs um überbleibsel der alten Platte. Und das hört man.
Aber, oder genau deswegen macht das Material einen absolut runden Eindruck. Man hört also deutlich den Wolfmotherfaktor heraus. Hochpsychodelische gezupfte Seiten, schwungvolle Riffs und natürlich der Ziegengesang sind nach wie vor da. Klar, immerhin ist Stockdale an Board. Der Bogen der letzte Platte von Zeppelin trifft bei “Cosmic Egg” auf einen gehörigen Sabbath Einfluss. Warum? MEHR BASS! Die Riffs der neuen Platte liegen einfach extrem schwer im Gehör, fast schon träge und extrem basslastig
Der Sound ist wesentlich breiter und obwohl Sabbath ja nur eine Gitarre hatten, ist vielleicht der 2. Gitarrist bei Wolfmother nun für die Tiefe des Sounds verantwortlich. Die neuen Basslinien und auch die Drums wirken viel abgeklärter, vielleicht weil Frontmann Stockdale dieses Mal nichts dem Zufall überlassen hat. Ich weiß nicht, wie groß der anderen Musiker tatsächlich ist. Schließlich gab es in der alten Formation genau deshalb ja Probleme.
Insgesamt ist ein sehr gutes, aber kein herausragendes Album entstanden, dass den klassischen Wolfmothersound inne hat.
Anspieltipps: California Queen, Sundial, Cosmic Egg
Them Crooked Vultures
Veröffentlicht von kimme
An manchem Tagen kriegt man Dinge mit, die hauen einen aus den Schuhen. Heute ist so ein Tag!
Eben gerade erfuhr ich von Them Crooked Vultures. Dave Grohl, Josh Homme und John Paul Jones. Wer jetzt an LED QUEENS of NIRVANA denkt, könnte vielleicht gar nicht so daneben liegen. Homme – Voclas und Gitarre, JPJ am Bass und das freut mich besonders: Grohl wieder hinter den Drums. YEAH YEAH YEAH!
Tatsächlich ist der breiten Masse nämlich außer einem 15 Sekunden Snippet und ein paar Liveaufnahmen in wirklich atemberaubend schlechter Qualität auf YouTube noch so ziemlich gar nix bekannt.
Eine solche Supergroup sprengt momentan den Rahmen meines Bewusstseins und ich zähle erst ab morgen früh die Minuten mit, wie lange es dauert, bis die erste Platte erscheint.