Feb 27

Colour Haze – Tempel

Veröffentlicht von kimme

Feb 22

Sind die noch zu retten?

Veröffentlicht von kimme

scheint eine absolut berechtigte Frage zu sein. Werft’ mal einen Blick ins FDP-Forum.

Schonmal was vom kalten Kotzen gehört? Ich glaub mir wird schlecht.
K.

Feb 17

My Name Is Earl

Veröffentlicht von kimme

“Kennen Sie vielleicht auch solche Typen, die immer nur Mist bauen und dann fragen wieso ihr Leben beschissen war? Tja, genau so einer war ich auch. [...] Mein Name ist Earl.”

Seit einiger Zeit bin ich ein großer Serienfan. Nachdem ich u.a. die Prison Break und Scrubs Staffeln durch hatte, war ich auf der Such nach etwas Neuem. Ich hatte zwar jede Menge Empfehlungen von Lost, über How I Met Your Mother zu Big Bang Theory und Dr. House. Aber gute Unterhaltung ist schwer zu finden, und alle von mir angespielten Kandidaten waren nicht mein Fall.
Also habe ich mich mal ein bisschen in die Seriencommunity reingelesen und bin dann auch “My name is Earl” gestoßen.
Der Zuschauer lernt Earl zunächst als kleinkriminellen, aber irgendwie sympathischen Tagedieb kennen. In meiner Vorstellung entstand sofort ein Antiheld, was mit nicht zu letzt der Verdienst von Jason Lee ist, der die Rolle hervorragend spielt. Lee hat mir schon in Almost Famous, Jay und Silent Bob schlagen zurück und Jersey Girl sehr gut gefallen hat.
Nachdem Earl einmal Glück hat und ihm 100.000$ von einem Rubbellos offeriert werden, überfährt ihn ein Auto und das Los geht verloren. Er hat mal irgendwas von “Karma” gehört und mach “diesen Karma” dafür verantwortlich, dass ihn das Pech verfolgt. Resultierend daraus beschließt Earl mit Hilfe seines Bruders Randy und des Motel-Zimmermädchens Catalina eine selbsterstellte Liste abzuarbeiten, um all seine begangenen Fehler wieder zu gut machen.
Klingt lustig? – So ist es. Nicht nur, dass die Serie echt witzig ist, der Soundtrack kann auch so einiges.

My name is Earl besticht ähnlich wie Scrubs durch eine bizarre Komik, die sich zur einen Hälfte auf großartigen Dialogen und zur anderen auf der fantastischen Besetzung gründet.
Alle, die keine Lust auf Scrubs ohne Zach Braff  haben, sollten sich den Antihelden Earl mal anschauen.

Feb 16

Feb 10

Mit Pepperballs auf Chaoten feuern

Veröffentlicht von kimme

Eigentlich wollte ich das nur kurz twittern, bzw ins Facebook setzen. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich doch noch den einen oder anderen Satz dazu loswerden möchte.

Ich las heute auf Indymedia und Gulli parallel über den möglichen Einsatz von sog. “Pepperballguns” bei der kommenden Nazi/Gegendemo in Dresden.

Jetzt ist weder Gulli noch Indy das seriöseste Infoportal, es scheint aber dennoch zu stimmen: Da wird ein Gesetz erlassen, das “nicht veröffentlicht wird” und eine Waffe bestellt, um auf „bewaffnete, gewalttätige oder aggressive Personen“ zu schießen. Bullenstaat Destruktiv-Debatte hin oder her, aber wie weit sind wir denn schon gekommen?
Überhaupt nur in Erwähgung zu ziehen mit einer Schusswaffe auf irgendwen zu schießen (Von drastischen Fällen von Notwehr mal abgesehen – da kann ich mir kein Urteil erlauben) halte ich schon für äußerst grenzwertig, aber das dann noch nichtmal freiwillig publik zu machen, lässt ein ungutes Bauchgefühl in mir entstehen.
Unabhängig davon auf wen oder aus welchem präventivem Grund geschossen wird: Ich halte das für krank und verabscheuungswürdig.

Ich möchte mal näher auf das Zitat „bewaffnete, gewalttätige oder aggressive Personen“ eingehen.
Für mich stellt sich die Frage nach der Definition dieser Adjektive. Jeder, der schon einmal auf einer linksradikalen oder einer Demo, eines ähnlichen, sympathisierenden Spektrums war, weiß, dass Begriffe wie “bewaffnet, gewalttätig oder aggressiv” von Seiten der Demonstranten, wie auch der, der Polizei äußerst schwammig sein können. Aber davon mal ab, ist mir nicht klar, weshalb Aggressivität als Indikator für einen Waffeneinsatz verstanden wird.
Denn natürlich werden die Demonstranten auch aggressiv sein. Sie sind angepisst. Deswegen demonstrieren sie ja…
Zum einen ist Wut eine Emotion, wie jede andere. Sie gehört zum menschlichen Empfinden und ist m.E. zunächst mal absolut legitim. Zum anderen ist so eine Demonstration unter Umständen sehr emotionsgeladen. Speziell in politischen Themen, wie Rechtsextrimismus.

Feb 2

Kauf!Kauf!

Veröffentlicht von kimme

Die neue Genepool ist draußen. Endlich. Lauf!Lauf! übertrifft meine Erwartungen mehr als nur ein bisschen. Nachdem Sendung/Signale mir persönlich etwas zu poppig war, treibt mir die neue Platte echt Tränen in die Augen. Vor Freude wohlgemerkt. Denn Genepools ‘Everything Goes In Circles’ ist ein wirklich, wirklich gutes Punkrock-Album. Nun denn, offenbar hat der Band ihr Besetzungswechsel sehr gut getan.

Obwohl man von den zwei Drummern auf der Platte jetzt nichts hört, kickt Lauf!Lauf! echt von der ersten bis zur letzten Nummer. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger durchgehend flott und wie schon angedeutet, wieder leicht düster – was dem Album einen echten Charm verpasst. Den Genepoolcharm, eben.
Wer jetzt denkt, es handle sich hier um ein schlichtes Punkrockbrett hat recht. Lediglich das Wort schlicht ist in diesem Zusammenhang vllt. etwas deplatziert. Sicherlich, die Platte geht nach vorne, aber sie ist alles andere als eintönig. Die Band hat sich hier offenbar richtig ins Zeug gelegt. Zwischen Punk und Wave lässt sich die Abwechslung fast schon bildlich sehen. Die vielleicht besten Arrangements, Frauenbackings, hier und da mal ein paar Bläser. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, aber Genepool hat einfach gut Arbeit geleistet und ich bin ehrlich froh drum. Obwohl die Vorgängerplatte möglicherweise etwas anderes gesagt hat: Alte Männer können rocken, und zwar wie die Sau!

L.U.N.A., Fell Of A Donkey und I Shot Myself gehören für mich zu den Highlights, wenn man überhaupt so frech sein darf, und diesem Album unterstellt, es habe Tief’s. Denn im Grunde hat es keine. Viel Punk und ordentlich Wave dazu. Echte Melodien, raue Ohrwürmer. Ein ganzes Album davon. Knappe, aber extrem saftige 38 Minuten Spielzeit.
Eigentlich versuche ich mich vom Superlativ zu lösen, aber diese Scheibe macht es mir nicht einfach.

Die Produktion kann sich wiedermal sehen lassen, da haben die beiden Geheimuntergrundstudiogroßmeister Lucas und Schenk gute, gute, sehr gute Arbeit geleistet. Ordentlich Druck dahinter.
Aber da gabs sowieso noch nie was zu meckern, ich erwähne es also nur der Vollständigkeit halber.

Lauf!Lauf! sei allen ans Herz gelegt, die Bock auf Punkrock haben, wie er in den 90ern mal in war, allen die Lust auf abwechslungsreiche, flotte, absolut tanzbare Wavemucke haben, allen, die auf Sendung/Signale ein bisschen den Punk vermisst haben, allen, die eines der Top Platten des Jahres haben wollen, allen Vinylfans, die mal wieder  frisches, weißes Vinyl im Schrank haben wollen, ach, was red’ ich… geht raus und kauft euch den Scheiß, es lohnt sich. Kauf!Kauf!

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